Auch im Jahr 2024 geht es mit der Plauder-Ecke von Florian und mir weiter. Diesmal fahre ich in das kalte Hamburg. Passenderweise haben wir deshalb als Thema auch „Hamburg“ ausgewählt. Für Florian ist es quasi ein Heimspiel, lebt er doch schon viele Jahre in der Stadt und hat diese auch fotografisch bereits erkundet, wovon sein Bildband „LOCKDOWN Hamburg“ zeugt.
Für diese Folge der Fotobuch-Plauder-Ecke hat er sich das folgende Buch ausgesucht: 

St. Pauli Fotografien 1975-1985

Enno Kaufhold

Junius Verlag

Erscheinungsjahr 2021

320 Seiten – 220 Abbildungen

31 x 23 cm

49,90 €

ISBN 978-3-96060-541-6

Seinen Beitrag dazu findet Ihr in seinem Blog


Meine Wahl war erneut schwierig. Diesmal gab es für mich mehrere Herausforderungen. Zum einen suchte ich ein Buch, das Florian vielleicht nicht kennt und somit nicht vorstellt. Zum anderen musste ich es ja auch nach Hamburg mitbringen, weshalb ich lieber ein schlankeres Format favorisierte. Und was ist schlanker, als ein Taschenbuch, was ja genau für unterwegs die passende Literatur ist? Deshalb wählte ich das nachfolgende Buch zur Vorstellung in der Plauder-Ecke, auch wenn der erste Teil meiner Herausforderung nicht geklappt hat, das Taschenbuch stand bereits in Florians Bücherregal.  

Titel - Susanne Krieg aka Frau_Elbville - Hamburg fotografieren


Hamburg fotografieren

Susanne Krieg (aka Frau_Elbville)

dpunkt.verlag

Erscheinungsjahr 2022 (2. Auflage)

252 Seiten 

13,7 x 20,6 cm

26,90 €

ISBN 978-3-86490-893-4

Über die Autorin:

Susanne Krieg ist vielen Menschen als Frau_Elbville bekannt, wie sie sich bei Instagram nennt. Die gelernte Journalistin lebt seit über 20 Jahren in ihrer Wahlheimat Hamburg. Eigentlich war ihre Arbeit beim renommierten GEO-Magazin textbasiert, allerdings brachte der Zufall und eine berufliche Neuausrichtung sie zur Fotografie. Angefangen mit einem Post auf Instagram, entwickelte sie sich zu einer Expertin für Fotografie in Hamburg. Heute veranstaltete sie Fotowalks und Workshops zum Thema Hamburg und Social Media. Außerdem kann man von ihr entworfenen mobile Fotoguides kaufen, die man dann mit dem eigenen Smartphone ganz flexibel ablaufen oder mit dem Rad erkunden kann. Wie ich später erfahren habe, hat Florian dies wohl auch schonmal gemacht. Ich bislang noch nicht. 

Interessant bei der Recherche fand ich ihr Buch „Kuriose Orte in Hamburg“, in dem sie Geschichten zu „kuriosen Orten“ erzählt. Leider ist das Buch vergriffen, aber vielleicht habe ich Glück und es gibt eine neue Auflage.  Zum Glück gibt es eine Neuauflage des Buches, welche Ihr in ihrem Shop kaufen könnt.

Inhalt - Susanne Krieg aka Frau_Elbville - Hamburg fotografieren

Aus dem Klappentext:

Moin moin! Sie sind zwei oder drei Tage in der Stadt und möchten Typisches fotografieren, ohne in Stereotypen zu verfallen? Oder Sie wollen als Einheimische*r Neues entdecken, ohne lange danach suchen zu müssen? Die Hamburger Fotografin und Instagrammerin Susanne Krieg (aka »frau_elbville«) ist Ihre Lotsin und führt Sie auf zehn Fototouren durch die Hansestadt. Gemeinsam mit ihr entdecken Sie unbekannte fotografische Schätze und lernen, wie Sie auch bekannte Motive aus neuem Blickwinkel fotografieren.
Mit an Bord sind: die Hafenkante, die schönsten Fenster und Treppenhäuser der Stadt, Backsteinexpressionismus, die Elphi, Fotografieren bei Schietwetter, Graffiti, Schanzenviertel, Kontorhäuser, Speicherstadt, St. Pauli sowieso und viele, viele andere Fotostopps mehr.
Dank QR-Codes, die auf Google Maps verlinken, können Sie ganz einfach zu jedem der über 100 Fotostopps navigieren – scannen Sie dazu einfach den QR-Code mit Ihrem Smartphone. Viele Zusatzinfos helfen Ihnen, Ihren Fotostädtetrip perfekt zu planen, sodass Sie vor Ort den Kopf frei haben, um sich zu Ihren Wunschfotos inspirieren zu lassen.

Über das Buch:

Meine erste Begegnung mit dem Frau Elbville und ihrem passenden Blog war meine Recherche zu Graffitis in Hamburg. Darüber hat Susanne bereits mehrere Blogartikel veröffentlicht. Und so erinnerte ich mich nun an ihr Buch, als ich mich jetzt für meinen Kurztrip nach Hamburg vorbereitete. 

Das Buch „Hamburg fotografieren“ erschien im dpunkt.verlag 2019 und gibt es mittlerweile eine 2022 veröffentlichte zweite Auflage. 

Darin stellt Susanne 6 Touren durch Hamburg mit unterschiedlichen Schwerpunkten vor: 

  • Von der Hafenkante bis zum Elbsandstrand
  • St. Pauli bei Tag
  • Speicherstadt und Kontorhäuser
  • Hafencity
  • Ins Herz der Stadt
  • Urban Jungle

Jede dieser Touren kann man zu Fuss oder mit dem Rad gut bewältigen. Der jeweilige fotografische Schwerpunkt wird ebenfalls genannt, obwohl natürlich in einer Stadt die Architektur- und Streetfotografie beinahe überall durchgeführt werden kann. Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel die Elbphilharmonie in der Hafencity gibt Susanne Krieg auch immer noch fotografische Tipps und gute Fotospots dazu, so dass sich der Reiseführer für Fotografen auch wirklich von einem „normalen“ Reiseführer unterscheidet. 

Jedes Kapitel wird mit einer Karte eingeleitet, so dass man die unterschiedlichen Ziele schon eimal im Überblick sieht. QR-Code zu jeder Location helfen bei der Navigation mit Google Maps. Ich habe auf diese Art und Weise mir einfach ein paar Ziele herausgesucht und direkt angesteuert ohne die gesamte Tour zu absolvieren.

Anhand ihrer Texte merkt man Frau Elbville an, dass sie das schreibende Handwerk gelernt hat. Die Texte sind unterhaltsam, leicht zu lesen und vermitteln auch noch Wissenswertes. Ebenfalls lesenswert sind ihre kleinen Ausschweifungen zu anderen fotografischen Themen, so erklärt sie zum Beispiel die Faszination zur Pfützen-Fotografie und den Hashtag #puddlegram, den der Hamburger Instagramer @nordisch_by_nature_ auf seinen Kanal eifrig betreibt. Eine Faszination, die man natürlich auch fernab der Elbe pflegen kann. Weitere Kapitel, die nicht direkt mit den Touren zu haben, sind ihre Beschreibungen von Hamburger Graffitis und ein abschliessender Kapitel über SmartphoneFotografie, da die Autorin nach eigenen Angaben 90% ihrer Fotografien mit dem Handy macht, einfach weil es immer dabei ist. 

Insgesamt ist das Buch gut bebildert und wenn man Frau_Elbville vom Blog und Instagram kennt, erkennt man auch viele wiederkehrende Elemente wie ihren leuchtend gelben Regenmantel und ihr knallrotes Fahrrad, mit dem Sie ihre Bilder spannend gestaltet. 

Fazit:

Ich mag die Stadt Hamburg und dort zu fotografieren. Allerdings laufe ich oft auch ziellos umher, was in einer Großstadt manchmal ergiebig und ein anderes Mal frustrierend ist. Genau dabei hilft Susanne Kriegs Fotoreiseführer „Hamburg Fotografieren“. Die Routen und Hotspots helfen einem Touristen wie mir die Stadt fotografisch zu entdecken und so von Frau Elbvilles Ortskenntnissen zu profitieren. 

Natürlich ist das Buch kein Bildband, aber es gibt auch bildlich einen ersten Überblick über die Metropole und hilft Ortsfremden etwas systematischer an die Stadt heranzugehen und nicht von der Größe und der Vielzahl an Angeboten erschlagen zu werden. Deswegen vermute ich, dass die Zielgruppe auch in erster Linie Touristen und Hamburgausflügler sind, wie ich einer bin. Aber auch dort konnte Florian mich überraschen, hatte er doch die erste Auflage des Buches ziemlich prominent im Bücherregal stehen, vielleicht lernen also auch eingefleischte Hanseaten noch etwas durch dieses kleine Büchlein. 

Inhalt - Susanne Krieg aka Frau_Elbville - Hamburg fotografieren

Links:

Susanne Krieg – Website

Frau_Elbville – Blog

Frau_Elbville – Instagram

Hamburg Fotografieren – Amazon *

Enno Kaufhold – Website

St. Pauli – Fotografie 1975 – 1985  – Amazon *

Cafe Lehmitz – Amazon *

Altona93