Das ich den Fotografen Patrick Ludolph sehr schätze und seine Werke mag, dürfte der aufmerksame Leser dieses Blogs bereits gemerkt haben. So findet man hier neben diesem Blogbeitrag bereits drei weitere Artikel über die verschiedenen Werke von Patrick Ludolph. Deswegen habe ich mich auch gefreut, als ich auf seinem Blog die ersten Ankündigungen zu dem Buch „Manche Fehler muß man selber machen – oder wie ich Menschen fotografiere“ * las.

Dem dpunkt.verlag bin ich sehr dankbar, der mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

 

Über den Autor

Patrick Ludolph ist wahrscheinlich vielen Lesern ein Begriff, gehört er doch zu den eher bekannteren Fotografie-Bloggern Deutschlands. Wer ihn bislang noch nicht kannte, dem sei sein Blog Neunzehn72 wärmstens ans Herz gelegt, den er bereits seit über 10 Jahren betreibt. Außerdem produziert er mit Gunter Wegner regelmäßig auf YouTube den „Fotoschnack“ . Und wer noch einen schnellwechselnden Leder-Kameragurt sucht, wird bei ihm ebenfalls fündig, denn er hat den „Chiefmate“ entwickelt.

Ich konnte ihn einmal bei seiner Leserreise zu seinem Bildband über Seefahrer kennenlernen, auch im echten Leben ist er ein toller Typ.

Der 1972 geborenen Wahl-Hamburger (ursprünglich kommt er meines Wissens nach aus Bielefeld) war nach einem Informatikstudium im Online-Marketing tätig. Im Jahre 2010 wagte er den mutigen Schritt, sein bislang nur nebenberuflich getätigtes Hobby zum „richtigen“ Beruf zu machen und entschied sich für die Selbstständigkeit. Auch über seine Erfahrungen und die damit verbundenen Fehler findet man in dem vorgestellten Buch einiges.

Manche Fehler muss man selber machen - Inhalt

Aus dem Klappentext

Oft schaut man sich Fotos an und fragt sich »Wie hat der das bloß gemacht?«. Hinter manchen Bildern steckt sehr viel Aufwand, andere wiederum entstehen eher beiläufig und durch eine ordentliche Portion Glück.

Ich habe auf meinem fotografischen Weg viele Fehler gemacht. Über manche muss ich heute schmunzeln, einige würde ich am liebsten ungeschehen machen, doch auch in der Fotografie gilt: Aus Fehlern lernt man.

Das vorliegende Buch besteht aus zwei Teilen. Zunächst erzähle ich über meine grundlegende Philosophie, meinen Ansatz, Menschen zu fotografieren. Der zweite Teil ist eine Sammlung meiner persönlichen Lieblingsbilder. Ich schreibe zu jedem Bild, wie es entstanden ist, wie die Aufnahmeparameter waren, welches Licht zum Einsatz kam und vor allem wie die Geschichte dahinter ist. Manche Bilder haben eine längere Geschichte, andere gar keine.

Es geht sowohl um Licht und Bildgestaltung, aber auch um Kreativität und den Umgang mit Menschen vor der Kamera. Ich möchte mit dem Buch eine persönliche Sicht auf die Dinge geben. Es soll keine Anleitung sein, sondern ein Denkanstoß, eine Ermutigung.

 

Über das Buch

Als ich die Cellophan-Folie, mit der das Buch vom Verlag verpackt wurde, öffnete, war ich verblüfft. Mit der Haptik des Buches hatte ich nicht gerechnet. Anders als viele andere Bücher hat Patrick Ludolph sich für einen mattierten Einband des Hardcover-Buches entschieden. Die einzelnen Seiten des Buches sind relativ dick, so dass die rund 240 Seiten ca. 1,1kg auf die Waage bringen. Dies Beides trägt dazu bei, dass man ein richtig hochwertiges Produkt in den Händen hält, was sich auch gut im Bücherregal präsentiert.

In seinem Vorwort beschreibt Patrick Ludolph die Gründe, warum er ein Buch schreiben wollte und warum es so geworden ist, wie es nun vor mir liegt. So war ihm ein „besseres Portfoliobuch“ zu wenig, aber ein klassisches Lehrbuch wollte er auch nicht erstellen. Das vorliegende Buch ist nun eine Mischung aus beidem.

Aufgegliedert in zwei Teile, wird im ersten Teil die Theorie abgehandelt. Hier verwendet der Hamburger Fotograf seinen ihm eigenen Sprachstil, der meines Erachtens schnell und einfach zu verstehen ist. Kryptische Theorie wird verständlich und praxistauglich erläutert. Aufgelockert wird dies mit einigen seiner Bilder, die zum Teil mit handschriftlichen Notizen untertitelt sind.

Der zweite Teil ist dann mehr ein Bildband. Insgesamt 48 großformatige Fotos in Schwarz-Weiß und in Farbe werden auf jeweils einer Seite präsentiert. Auf der anderen Seite erhält der Leser dann die Anekdoten und Hintergründe zu dem jeweiligen Foto. Ich mag diese Art der Bildpräsentation, die ich bereits in dem kürzlichen vorgestellten Streetfotografie-Buch kennenlernen durfte. Beim Betrachten schöner Bilder kann man nebenher noch etwas lernen, besser als in einem klassischen Lehrbuch.

Manche Fehler muss man selber machen - Inhalt

Zielgruppe

Auf dem Klappentext steht unter Zielgruppe ganz lapidar „Fotografen“ . Das ist sicher richtig, besonders die ambitionierten Hobby-Fotografen werden bei dem Buch auf Ihre Kosten kommen. Der zweite Teil ist aber sicher auch für all jene, die sich vorallem für People-Fotografie interessieren oder einfach nur schöne Bilder schauen wollen.

 

Fazit

Schon bei seinen Video-Tutorials legt Patrick Ludolph Wert darauf, dass er seine Herangehensweise darlegt. Er nimmt nicht für sich in Anspruch, dass alles 100% korrekt ist, sondern zeigt einem den Weg, den er für sich praktisch findet. Diese bewährte Strategie wendet er auch in dem aktuellen Buch an. Der Theorie-Teil ist mit vielen praktischen Tips versehen und hilft so recht einfach seine eigene Fotografie zu verbessern und mögliche Fehler vielleicht zu vermeiden. Der zweite Teil des Buches, in dem Patrick Ludolph seine Fotos zeigt und eine kurze Erklärung dazuschreibt, gefällt mir sogar noch besser. Hier kann man die Fotos betrachten und vielleicht noch wertvolle Informationen hinter dem Bild dazulernen. Vollendet wird das ganze vom haptischen Genuß, wenn man in dem Buch blättert: ein toller fester Einband, kräftige Seite, dazu noch ein Glas Whiskey, das ist dann schon fast wie Urlaub.

 

Wer sich nun für das Buch interessiert, den möchte ich auch auf ein Angebot von Patrick Ludolph aufmerksam machen. In seinem Shop erhält man beim Kauf des Buch für 39,90€ auch noch das von ihm selbsteingelesene Hörbuch dazu, dass es nur bei ihm gibt. Ich kenne das Hörbuch leider nicht, die Hörprobe auf seiner Website klingt aber sehr vielversprechend.

Manche Fehler muss man selber machen - Seite

Eckdaten zum Buch

Hardcover

240 Seiten

dpunkt.verlag

ISBN: 978-3-86490-612-1

36,90 €

 

Neunzehn72

Hörbuch-Bundle

dpunkt.verlag

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Das Buch wurde mir vom dpunkt.verlag als Rezensionsexemplar überlassen. Vielen Dank dafür.